
Biogasanlage Allendorf
Wir setzen nicht nur auf feste, sondern auch auf gasförmige Biomasse als erneuerbaren
Energieträger. Biogas kann durch innovative und umweltschonende Verfahren gewonnen und zur Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden. Dazu wurde am Standort Allendorf (Eder) eine innovative Biogasanlage in Betrieb genommen.
Die von der zur Viessmann Group gehörenden BIOFerm GmbH gebaute Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Trockenfermentation, das hessenweit bislang nur in wenigen Anlagen eingesetzt wird. Deshalb hat das Projekt, dessen Investitionsvolumen insgesamt 2,5 Millionen Euro beträgt, den Status einer Versuchs- und Forschungsanlage erhalten und wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Naturschutz gefördert.
Energie aus Reststoffen der Landwirtschaft und Landschaftspflege
In der Biogasanlage kommen vor allem Reststoffe aus der Landwirtschaft und Landschaftspflege sowie nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz. Aus jährlich 4500 Tonnen Substrat werden über 1,2 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie erzeugt, fast 1,5 Millionen Kilowattstunden thermische Energie fließen in das Viessmann Wärmenetz. Für die Umwandlung der Primärenergie des Biogases sorgt ein Blockheizkraftwerk des ebenfalls zur Viessmann Group gehörenden Herstellers ESS mit einer Leistung von 190 kW elektrisch und 238 kW thermisch.
Nach der Einbringung in die vier Fermenter der vollautomatisch gesteuerten Anlage wird die Biomasse mit Bakterien versetzt und unter Luftabschluss vergoren. Die für die Vergärung erforderliche Bakterienlösung befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf. Das im Gärprozess entstehende Gas wird aus dem Fermenter abgesaugt und über den Gasspeicher den Gasmotoren zugeführt.
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Strategie zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien
Die neue Biogasanlage ist ein Bestandteil des Viessmann Nachhaltigkeitsprojekts „Effizienz Plus“. Mit ihrer Realisierung unterstreicht das Unternehmen sowohl sein Bekenntnis zum Standort Allendorf als auch zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Biogasanlage sorgt für eine weitere Senkung des CO2-Ausstoßes um 500 Tonnen pro Jahr. Der Anteil erneuerbarer Energien am heutigen Verbrauch liegt damit bei 23 Prozent.
Biomasse aus der nahen Umgebung
Das Projekt orientiert sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Deshalb wird ausschließlich in der näheren Umgebung anfallende Biomasse genutzt, so dass unnötige Transportwege vermieden und die Landwirte der Region als Lieferanten des Substrats aktiv eingebunden werden. Beratend stehen dem Unternehmen sowohl der Bodenverband Waldeck-Frankenberg als auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zur Seite, zum Beispiel bei der Auswahl der im Rahmen von Naturschutzpflegemaßnahmen zu nutzenden Flächen.
Kompetenzzuwachs durch Schmack Biogas
Seit Jahresbeginn 2010 gehört Schmack Biogas als einer der führenden deutschen Anbieter von Biogas-Anlagen, zur Viessmann Group. Schmack Biogas bietet seine Leistungen in den Geschäftsbereichen Projektentwicklung, Rohstoffmanagement, Anlagenerrichtung inklusive Inbetriebnahme, Service und Betriebsführung an und zählt damit zu den wenigen Komplettanbietern der Branche. Technologien und Prozesse zur Aufbereitung und Einspeisung von Biogas werden von der zur Schmack-Gruppe gehörenden Carbotech GmbH entwickelt.
Das Funktionsprinzip der Schmack Biogasanlagen beruht auf dem Konzept der Nassfermentation (anaerobe Vergärung) von Ausgangsstoffen wie Gülle, Gras und Energiepflanzen. Mit der Integration von Schmack deckt Viessmann zusammen mit der BIOFerm GmbH das gesamte Spektrum der Biogastechnologie ab.






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