Wachsender Energieverbrauch - begrenzte Reichweiten


Der weltweite Energieverbrauch hat sich seit 1970 verdoppelt und wird sich bis 2030 verdreifachen (Abb. 2). Getrieben wird die Energienachfrage durch den wachsenden Energiehunger von Ländern wie Russland, China und Indien bei anhaltender Verschwendung in den westlichen Industriestaaten, vor allem in den USA. Die Tatsache, dass Deutschland sein Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch entkoppeln konnte und heute fünf Prozent weniger Energie verbraucht als noch 1990, ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für die Sicherung der Zukunft sind allerdings weitere Einsparungen erforderlich.

Abbildung 2

Energiepreise werden mittelund langfristig steigen

Die Energiepreise werden immer mehr zum entscheidenden Kostenfaktor – für Hersteller und Konsumenten. Zwischen 2000 und 2008 hat sich der Ölpreis verfünffacht. Er ist nach einer extremen Spitze von 140 US-Dollar pro Barrel Rohöl zwar wieder deutlich gefallen. Klar ist aber, dass die Zeiten billiger Energie vorbei sind. Langfristig ist mit steigenden Preisen und hoher Volatilität zu rechnen. Das heißt, besondere weltpolitische und weltwirtschaftliche Ereignisse werden vermehrt extreme Energiepreisschwankungen auslösen. 

Fossile Energien haben Anteil von über 80 Prozent am globalen Energieverbrauch 

Die fossilen Energien tragen insgesamt mehr als 80 Prozent zum weltweiten Energiemix bei (Abb. 3). Auf regenerative Energien entfallen rund 7 Prozent, auf die Kernkraft 11 Prozent. Die begrenzten Reserven an Öl und Gas werden langfristig nicht ausreichen, um den weltweit wachsenden Energiebedarf zu decken (Abb. 4). Wenn sich die Reichweiten der Verfügbarkeit von Öl und Gas in den letzten 20 Jahren kaum verändert haben, dann sind dafür die Weiterentwicklung der Fördertechnik und neue Funde mit höheren Ausbeuten verantwortlich.

Anteil am Energiemix weltweitReichweite verschiedener Energieträger, weltweit in Jahren
Anteil am Energiemix weltweitAbbildung 3Reichweite verschiedener Energieträger, weltweit in JahrenAbbildung 4

Versorgungssicherheit gefährdet

Die starke Konzentration auf fossile Energieträger birgt insbesondere für die westlichen
Industrieländer erhebliche Risiken, da sie bei Öl und Gas stark abhängig von Importen sind. Und dies aus wenigen und zum Teil politisch instabilen Förderregionen. Das bedingt die Gefahr, dass Rohstoff- und Energievorräte als Machtmittel missbraucht werden. 

Weltweiter Energieverbrauch muss gesenkt werden 

Jedes Jahr wird soviel fossile Energie verbraucht, wie in einer Million Jahren entstanden ist. Daher müssen auch Staaten wie die USA, Russland oder die schnell wachsenden Volkswirtschaften Asiens davon überzeugt werden, dass konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung und Emissionsminderung unerlässlich sind.



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