
Ressourceneffizienz als Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb
Die starke Zunahme der Weltbevölkerung und die drastische Steigerung des Energiehungers gefährden das wirtschaftliche, soziale und ökologische Gleichgewicht. Daraus resultiert dringender Handlungsbedarf.
Bundesregierung will Ressourceneffizienz verdoppeln
Notwendig ist eine deutliche Erhöhung der Ressourceneffizienz. Dazu gehört sowohl die Material- und Arbeitseffizienz in Produktionsprozessen als auch der effiziente Einsatz von Rohstoffen und Energie. Sollte es nicht gelingen, erheblich effizienter zu wirtschaften, bräuchte die Menschheit bereits im Jahre 2050 mehr als drei Planeten, um ihren Ressourcenbedarf zu decken. Gerade rohstoffarme Länder wie Deutschland sind auf einen effizienten Umgang mit den Ressourcen besonders angewiesen. Diese Erkenntnis fließt mittlerweile mehr und mehr in politische Programme ein.
So hat die Bundesregierung im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das politische Ziel formuliert, bis zum Jahr 2020 die Ressourceneffizienz in Deutschland zu verdoppeln. Die Politik kann zwar Ziele setzen und Rahmenbedingungen schaffen, die praktische Umsetzung muss jedoch im wirtschaftlichen Prozess erfolgen. Unser strategisches Nachhaltigkeitsprojekt „Effizienz Plus“ ist ein Beispiel dafür, wie in einem Industrieunternehmen die Ressourceneffizienz entscheidend erhöht werden kann.
Ganzheitliches Klimaschutzkonzept:
fossiler Energieverbrauch um 40 Prozent, CO2-Ausstoß um ein Drittel gesenkt
Mit „Effizienz Plus“ erfüllen wir bereits heute die energie- und klimapolitischen Vorgaben für 2020 – und das mit marktverfügbarer Technik. Durch die Steigerung der Energieeffizienz um 22 Prozent sowie die Substitution von 18 Prozent fossiler durch erneuerbare Energie wurde der Verbrauch von Strom, Öl und Gas um 40 Prozent reduziert, die CO2-Emission wurde um ein Drittel gesenkt. Auf der Verbraucherseite sorgen dafür energieoptimierte Anlagen und Prozesse in der Produktion, eine konsequente Wärmerückgewinnung sowie die verbesserte Wärmedämmung der Gebäude.
Steigerung der Energieeffizienz und Substitution fossiler durch erneuerbare Energie
Auf der Erzeugerseite, in der neuen Energiezentrale, kommen alle zukunftsträchtigen Energietechnologien zum Einsatz, zum Beispiel hocheffiziente Brennwerttechnik und KWK-Systeme. Außerdem werden fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien substituiert. Im Vordergrund steht dabei der Einsatz von fester Biomasse und Biogas, die Nutzung von Sonnenenergie in thermischen Solaranlagen und von Umgebungswärme in Wärmepumpen.
Neuaufbau der Produktion: Steigerung der Arbeitseffizienz durch Prozessoptimierung
Die Produktion am Standort Allendorf wurde komplett neu aufgebaut. Die Schaffung schlanker und flexibler Strukturen sowie die Vermeidung nicht wertschöpfender Prozesse haben zu einer deutlichen Erhöhung der Arbeitseffizienz und der Produktivität geführt. Die Auslastung der Fertigungseinrichtungen wurde verbessert, Arbeitswege verkürzt, Leerlaufverluste reduziert und der Flächenbedarf gesenkt. Damit ist die Arbeitseffizienz um bis zu 20 Prozent erhöht worden.
Materialeffizienz durch innovative Produktgestaltung und Abfallvermeidung deutlich erhöht
Innovative Maßnahmen in der Produktgestaltung haben zu einer wesentlichen Verringerung des Stahlverbrauchs geführt. Ein Viessmann Wärmeerzeuger weist bei stark verbessertem Nutzungsgrad heute nur noch etwa 40 Prozent des Gewichts seines Vorgängerprodukts aus dem Jahr 1990 auf. Auch ist der Anteil des Stahlabfalls in der Produktion deutlich gesenkt worden.
Für die Entsorgung von Altgeräten haben wir ein freiwilliges Rücknahmesystem eingerichtet, das einen umfassenden Recycling-Prozess sichert. Die Wiederverwertung von Abfall wie Stahlschrott, Altpapier, Gewerbeabfall, Altholz oder Elektroschrott steht am Standort Allendorf im Mittelpunkt einer hohen Materialeffizienz. Insgesamt werden 99,2 Prozent des Abfalls dem Stoffkreislauf wieder zugeführt. Die Abfallmenge, die beseitigt werden muss, ist auf ein Minimum reduziert worden.
Abfallverwertung am Standort Allendorf
![]() |






zurück